Egal wie weit der Weg ist, man muss den ersten Schritt tun!

Für alles was wir als Mensch tun haben wir eine Motivation.

Wir essen, weil wir unseren Hunger stillen wollen.
Wir atmen, weil wir ohne Luft nicht überleben.
Wir umgeben uns mit Menschen, weil wir nicht alleine sein wollen.

Als Baby werden wir rein – frei von Vorurteilen, Prägungen und Erfahrungen geboren. Mit der Zeit hinterlassen unsere Umgebung, unsere Eltern, unsere Freund, unsere Gesellschaft und viele weitere ihre Prägungen in uns. Gerade viele Erlebnisse die wir als Kind hatten prägen uns ein Leben lang. Manche unterstützen uns und bringen uns weiter – andere bremsen uns auf dem Weg aus.

Dabei geht es gar nicht darum unseren Eltern (ihre Prägungen sind am stärksten) Vorwürfe zu machen. Auch hier sollten wir grundsätzlich unterstellen, dass unsere Eltern ihr Bestes gegeben haben. Aber die Wahrheit liegt in der Schnittmenge der Wahrnehmung der Beteiligten.

Und dann stehen wir irgendwann da! Wenn es gut läuft machen wir uns recht wenig Gedanken – warum denn auch ? Wenn es aber schlecht läuft … dann ist guter Rat teuer!

Ich habe mich recht früh in meinem Leben selbstständig gemacht. Mir war es wichtig was zu bewegen, aktiv zu sein, zu gestalten, was aufzubauen!

Mit der Zeit merkte ich aber, da steckt noch ein anderes Ziel dahinter. Ich hatte Aufträge, ich habe gut verdient, ich hatte Vollauslastung und trotzdem war ich nicht glücklich. Geld hatte für mich nie eine Bedeutung.

Also was stimmt hier nicht ? Es hat mich viel Zeit und Energie gekostet meine versteckte Motivation zu finden.

Mir ging es um Anerkennung! Um Wertschätzung meiner Person! Um Zuspruch! Um das Gefühl als Mensch und als Individuum wahrgenommen zu werden! Um das Gefühl zugehörig zu sein … als Mensch wertvoll zu sein.

Diese Motivation war und ist immer noch so tief in mir verwurzelt, dass sie jeden Teil meines Lebens tangiert.

Sie tangiert mein ganzes Leben weil dieses kleine Kind in mir nach der Befriedigung seiner Bedürfnisse schreit. Es will endlich anerkannt, gesehen und beachtet werden. Es will, dass man seine Bedürfnisse wahr- und vor allem ernstnimmt. Und das bei einem Mann über 40.

Dieses Kind tragen wir alle in uns. Bei manchen ist es ausgeprägter als bei anderen – aber es ist da!

Diese unerfüllten Wünsche können unser Leben noch Jahrzehnte später beeinflussen. Und wir merken das noch nicht mal, weil das alles in unserem Unterbewusstsein stattfindet. D. h. ohne zu überlegen treffen wir in Bruchteilen von Sekunden Entscheidungen, die von den unerfüllten Wünschen beeinflußt ist.

Wir bauen unsere Welt auf Entscheidungen, die alle von diesen unerfüllten Wünschen beeinflußt sind. Und manchmal führt uns das an einen Punkt im Leben, an dem wir eigentlich nicht sein wollen.

Vor knapp über einem Jahr ist mir diese Erkenntnis überaus schmerzlich bewußt geworden. Mir wurde klar, dass ich alles in meinem Leben in Frage stellen muss um Klarheit zu finden.

Jeden Pfad, den ich gewählt habe, musste ich überdenken.

Ich habe in der Zeit viele Menschen, die mir sehr am Herzen lagen und immer noch liegen verletzt. Aber zu dem Zeitpunkt konnte ich nicht anders. Ich musste erst mal erkennen, welchen Pfad ich bisher gegangen bin.

Und bei jedem weiteren Weg muss ich überlegen, ob es der alte Pfad ist oder ein neuer Weg. Mein Unterbewusstsein liebt es auf den alten Pfaden zu wandeln, aber genau das will ich ja nicht mehr!

Warum das so ist ? Das versuche ich im nächsten Artikel zu erklären.

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